Wirsingrouladen mit Kürbis und Cranberry-Chutney

Es wird langsam festlich, Ihr Lieben! Diese wunderbaren, mit Kürbis gefüllten Wirsingrouladen auf Cranberry-Chutney und Kurkuma-Soße sind mein Vorschlag für die Hauptspeise des diesjährigen Weihnachtsmenüs. Wie in jedem Jahr ist es mir besonders wichtig, Euch für die Festtage Rezeptvorschläge an die Hand zu geben, die einen richtigen “Wow-Effekt” erzielen, aber zugleich nicht teuer, dafür umso mehr saisonal passend sind. Denn jedes Jahr wundere ich mich erneut, wie kurz vor dem 24. Dezember Spargel, Erdbeeren und viele andere Lebensmittel im Supermarkt angeboten werden, die lange transatlantische Wege zurücklegen müssen, um auf die Weihnachtstafel zu kommen. Denn das ist gar nicht nötig. Sehen diese Rouladen nicht fantastisch aus?! Diese Farben und das herrliche Aroma! Einfach perfekt. Obendrein sind Kürbis, Wirsing und Cranberries gut erschwinglich.

Das Gericht lässt sich außerdem ganz einfach vorbereiten, so dass Ihr am Weihnachtsabend oder an den Feiertagen nicht mehr lange in der Küche stehen müsst. Soßen und die Rouladen selbst können zubereitet und dann ganz einfach nochmals zum Essen erwärmt werden. Ich wünsche Euch viel Genuss und hoffe, dieses Festgericht wird viele Gaumen zu Weihnachten entzücken. Herzlichst eure Lea.

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Wirsingrouladen mit Kürbis und Cranberry-Chutney

Portionen 4
Vorbereitungszeit 1 Stunde 25 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 25 Minuten

Zutaten

Für die Wirsing-Kürbisrouladen

  • 6 schöne große Wirsingblätter
  • 600 g Hokkaido-Kürbis (Gewicht ohne Kerngehäuse)
  • 4-5 EL Pflanzenöl
  • Salz & Pfeffer
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 80 g Zwiebel
  • 200 g Naturtofu
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 1,5 El Sojasoße
  • 2 EL Kartoffelmehl oder Speisestärke
  • Optional zum Garnieren: Schwarze Kreuzkümmelsamen oder schwarzer Sesam

Für die Kürbissoße

  • Kürbis (ist bei den Zutaten für die Wirsingrouladen bereits enthalten)
  • 100 ml Kokosmilch oder Pflanzendrink
  • 1 kl. TL Kurkuma
  • 1 TL Sojasoße

Cranberry Chutney

  • 1 Apfel (ca. 150 g)
  • 1 Orange bzw. 100 ml Orangensaft (kann durch 100 ml Traubensaft oder Apfelsaft ersetzt werden)
  • 15-20 g frischer Ingwer (ich mag es gerne scharf und benutze selbst 25 g Ingwer)
  • 150 g Cranberries
  • 3 EL Ahornsirup
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Meersalz

Anleitungen

  • Einen Apfel waschen und mit einer Reibe fein aufreiben. Kerngehäuse entfernen. 1 Orange auspressen (ca. 100 ml Saft). 15-20 g Ingwer schälen. 150 g Cranberries waschen.
  • Die Cranberries zusammen mit dem geschabten Apfel in einen Topf geben und ohne Zugabe von Fett 2-3 Minuten anbraten, bis die Cranberries beginnen aufzuspringen (es “poppt” hörbar). Nun 100 ml frisch gepressten Orangensaft in den Topf gießen. Den Ingwer mit einer Ingwerreibe aufreiben und das Fruchtfleisch zusammen mit ca. 3 EL Ahornsirup (oder z.B. Agavendicksaft) ebenfalls in den Topf geben. Eine Prise Zimt dazu geben und das Ganze auf mittlerer Hitze insgesamt ca. 10 Minuten köcheln und eindicken lassen.
  • Nach rund 10 Minuten Kochzeit ca. 100  ml Wasser hinzufügen und erneut eindicken lassen. Nach insgesamt etwa 12-15 Minuten Kochzeit das Chutney mit einem Schneidstab pürieren pürieren. Chutney mit einer Prise Meersalz und Ahornsirup abschmecken.
  • Den Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen und ein Blech mit Backpapier belegen.
  • 600 g entkernten Hokkaido waschen und ungeschält in Stücke schneiden. Kürbisstücke mit 2 EL Pflanzenöl, Salz, Pfeffer, 1 kl. TL Paprikapulver und 1 TL Kreuzkümmel vermischen und auf das Backblech geben.
  • Kürbisstücke bei 200 Grad Umluft ca. 15 Minuten im Ofen garen, bis die Ecken beginnen zu bräunen und die Kürbisstücke weich sind.
  • Während die Kürbisstücke im Ofen garen, eine Zwiebel abziehen und fein würfeln. 200 g Naturtofu mit den Händen fein zerbröseln.
  • 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelstückchen glasig andünsten. Zerbröselten Tofu dazu geben und rund 4 Minuten anbraten. Den Tofu dabei mit Salz und Pfeffer und 1,5 EL Sojasoße kräftig würzen.
  • Wenn der Tofu leicht angebraten ist, Pfanne erstmal vom Herd stellen.
  • 150 g der gegarten Kürbisstücke mit dem angebratenen Tofu und 2 EL Kartoffelstärke/Kartoffelmehl im Mixer pürieren. Das Püree mit 200 g der gegarten Kürbiswürfel vermengen und gut miteinander vermischen (die restlichen gegarten Kürbiswürfel benötigen wir gleich für die Soße). Das Kürbis-Tofupüree ist die Füllung für unsere Rouladen.
  • Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Zusätzlich eine Schale mit kaltem Wasser füllen. Sechs schöne Wirsingblätter abtrennen, waschen und den harten Strunk auf der Rückseite mit einem Messer abflachen.
  • Dann die Wirisngblätter nacheinander jeweils kurz ca. 2-3 Minuten im sprudelnd heißen Wasser blanchieren bis sie weich und biegsam sind und direkt danach kalt abschrecken. Nun sind sie bereit zum Rollen.
  • Jeweil ein Wirsingblatt mit dem Strunk zu Dir zeigend auf die Arbeitsfläche geben. 2 EL Füllung auf das Blatt geben, einmal von unten einschlagen, dann seitlich einschlagen und nach oben hin zurollen. Mit einem Zahnstocher fixieren.
  • Die Wirsingrouladen in einer Pfanne mit heißem Fett von jeder Seite kurz anbraten, bis sie rundum leicht Farbe annehmen. Die Wirsingrouladen anschließend in eine leicht gefettete Auflaufform schichten und für etwa 15 Minuten bei 160 Grad Umluft in den Ofen schieben. Bei Bedarf mit etwas Flüssigkeit (Brühe, Öl oder etwas Wasser) übergießen.
  • Tipp: Die Wirsingrouladen können längere Zeit im Ofen warm gehalten werden bzw. lassen sie sich sehr gut kurz vor dem Servieren neu erwärmen. Es sieht besonders schön aus, wenn man die Roulade zum Servieren schräg durchschneidet und leicht aufeinander gestapelt serviert.
  • Während die Rouladen im Ofen sind, die restlichen Kürbisstücke mit 200 ml Kokosmilch (oder Pflanzendrink), 1 TL Sojasoße und 1 TL Kurkuma im Mixer pürieren und die Soße mit Salz abschmecken. Soße vor dem Servieren erwärmen.
  • Cranberry-Chutney und Kürbissoße mit einem Löffel kreisförmig und mittig auf einen Teller auftragen. Die Wirsingrouladen schräg durchschneiden (vorher den Zahnstochen entfernen!) und mittig auf dem Soßenspiegel drappieren. Gericht mit schwarzen Kreuzkümmelsamen oder schwarzem Sesam bestreut servieren.
Autor: Lea Green
Gericht: Mains
Küche: Deutsch

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  1. Hallo liebe Lea, meine Familie kann leider keinen Tofu essen. Hättest Du ein Idee für eine Alternative? Ggf Kartoffelwürfelchen? Mir fällt da sonst nichts ein. Ich würde Dein Rezept aber sehr gerne probieren.
    LG Karin

    1. Lea Green Author says:

      Hallo Karin, lieben Dank für deine Nachfrage. Grundsätzlich kannst du diese Rouladen mit jeder Füllung deiner Wahl machen. Du musst die Füllung auch nicht pürieren. Du könntest z.B. Kartoffeln benutzen statt Tofu oder aber auch Reis, Buchweizen oder geschroteten Grünkern. Ich würde dann nur den Kürbis pürieren und mit dem Reis bzw. der Füllung deiner Wahl vermischen und das dann ins Wirsingblatt wickeln.
      Ich hoffe, ich konnte dir helfen,
      Liebe Grüße
      Lea

  2. Hallo Lea,
    danke für das tolle Rezept! Ich werde es zu Weihnachten kochen. Jetzt wollte ich fragen: Kann ich es auch mit Räuchertofu machen? Was denkst du?
    LG Anna

    1. Lea Green Author says:

      Hallo Anna,
      lieben Dank für de Nachfrage und bitte entschuldige vielmals, dass ich es vor Weihnachten nicht mehr geschafft habe, dir zu antworten. Hast du dann Räuchertofu benutzt? Also grundsätzlich geht das, aber es ist halt eine Geschmacksfrage. Räuchertofu ist ja schon sehr deftig und salzig – dadurch wird das ganze Gericht deftiger und man muss beim salzen aufpassen. Dann lieber etwas weniger Salz verwenden…. Aber das kann schon sehr gut schmecken, wenn man gerne herzhaft isst.
      Sende viele Grüße & nochmals “sorry”, dass meine Antwort zu spät kommt!
      Lea

      1. Hallo! Ich habe das Rezept zu Weihnachten mit Räuchertofu ausprobiert – meine Familie (inkl. mir) fanden es sehr lecker so. Wie Lea sagt, kann man dann sogar noch etwas Salz weglassen. Liebe Lea: Das Rezept ist wirklich klasse, vielen Dank! 🙂 Liebe Grüße, Sabine

        1. Lea Green Author says:

          Hallo Sabine,
          da warst du über die Festtage ja fleißig am Kochen!! freut mich umso mehr, dass alles so gut gelungen ist.
          Danke für das tolle Feedback.
          Herzlichst
          Lea

  3. Hallo,
    Wenn ich die Rouladen einen Tag vorher zubereiten möchte, wo mache ich dann am besten einen Cut?
    Bevor ich Sie in den Ofen schiebe ?

    1. Lea Green Author says:

      Hallo Gitta,
      vielen Dank für die Nachfrage und bitte entschuldige die viel zu späte Antwort.
      Bei diesen Rouladen sollte man das ganze Rezept komplett durchkochen und die Rouladen fertig stellen. Man kann sie dann eine Nacht im Kühlschrank abgedeckt aufbewahren und dann nochmals im Ofen erwärmen (ca. 180 Grad Umluft so 10 Minuten).
      Wünsche dir viel Gesundheit & Genuss für 2023,
      herzlichst Lea

  4. Hallo liebe Lea,
    tolles Rezept, aber leider hab ich hier bei uns “aufm platten Land” bisher noch nie frische Cranberries gesehen. Hast du eine Idee, was ich stattdessen nehmen könnte? Mit getrockneten wird das wohl kaum funktionieren, oder?
    Liebe Grüße
    Kerstin

    1. Lea Green Author says:

      Hallo Kerstin,
      lieben dank für die Nachfrage. Alternativ dazu könntest du einfach Preiselbeermarmelade benutzen (gekauftes Produkt). Das würde geschmackich ebenfalls sehr gut passen. Oder du kannst z.B. auch ein Kürbis-Apfel-Chutney machen. Das Rezept dazu findest du hier auf meinem Blog.
      Viel Spaß & Genuss beim Ausprobieren.
      Herzlichst Lea

  5. Hallo liebe Lea, ich möchte dieses Rezept gerne an Weihnachten zubereiten. Leider haben wir hier im Ausland weit und breit keinen Wirsing 🙁 würde es auch mit Weiss-oder Rotkohl passen? Oder hast du einen anderen Tipp für eine passende Alternative?
    Viele Grüße, Emilia

    1. Lea Green Author says:

      Hallo Emilie,
      lieben Dank für deine Nachfrage. Oh, das ist aber auch gemein, dass man bei dir keinen Wirsing erhält. Aber du kannst das Rezept auch mit Weißkohl machen. Lasse Weißkohlblätter aber vielleicht 1-2 Minuten länger Blanchieren, weil sie etwas fester sind. Das sollte aber sonst problemlos klappen.
      Wünsche dir ein wundervolles Weihnachtsfest.
      herzlichst deine Lea

  6. Liebe Lea,
    nachdem ich letztes Jahr schon Deinen Maronen-Nussbraten mit Erfolg kredenzt habe, wagte ich mich dieses Mal voller Vorfreude an Deine Wirsingrouladen. Du musst wissen, daß ich mich nie für Weihnachtsmenus interessiert habe. Aber da ich nun letztes Jahr meine Ernährung ganz auf vegan umgestellt habe, ist auch der Küchenzauber für mich interessanter geworden.
    Was mir wieder so gut an Deinen Rezepten gefällt: viel regionales Gemüse, eine überschaubare Einkaufsliste, die einem einige Fussmärsche und Suche in diversen Läden erspart und eine gute Durchführbarkeit, gerade auch für Nicht-Profis.
    Uns hat es ganz wunderbar geschmeckt, und ich habe gerade über den herrlichen Geschmack des Cranberry-Chutneys nicht schlecht gestaunt. 1000 Dank dafür!! Ich freue mich auf alle kommenden Inspirationen und wünsche Dir alles Gute für 2019!
    Liebe Grüße
    Alexandra

    1. Lea Author says:

      Liebe Alexandra,
      ganz liebe Grüße und ich wünsche Dr ein gesundes und genussvolles neues Jahr!
      Sorry, dass ich erst mit leichter Verzögerung auf Deinen tollen Kommentar antworte. Ich mache Ende des Jahres oft eine kleine “Winterpause”. Dieses Mal bin ich mit meinem Freund Julian nach Mauritius geflogen. Das ist eine wunderschöne, kleine Insel im indischen Ozean. Während ich dies hier schreibe, blicke ich auf Palmen und genieße herrliches Wetter und 32 Grad. Denn ich vertrage die Dunkelheit, das graue Wetter und die Kälte immer so schlecht. Daher mache ich seit ein paar Jahren keinen richtigen Sommerurlaub mehr (im Sommer ist es ja auch bei uns in Deutschland schön), sondern fliege dafür im Winter 2-3 Wochen weg. Seitdem geht es mir deutlich besser – der Winter in Berlin ist aber auch wirklich ganz schön ekelig 🙂
      Freue mich sehr, dass Dir die Rouladen so gut geschmeckt haben.
      Bald bin ich zurück in Berlin und dann wird auch wieder fleißig für den Blog gekocht. Bis dahin alles Liebe und ich schicke Dir Sonne <3
      Deine Lea

  7. Liebe Lea,
    die Rouladen klingen super und werden es wohl am 1. Feiertag auf unsere Teller schaffen :-). Allerdings ist meiner Familie das ein bisschen wenig auf dem Teller. Hast du zufällig einen Tipp für eine passende Beilage parat?

    Liebe Grüße, Steffi

    1. Lea Author says:

      Hallo Steffi,
      ach, das ist ja schön zu hören! Du hast Recht, die Rouladen selbst sind ohne weitere Beilage (nur mit den leckeren Soßen) etwas wenig, wenn man sie als einzige Speise serviert. Das ist so, da ich die Rouladen als Teil eines Menüs serviere und zusammen mit den Pastinaken im Tempura-Teig als Vorspeise und dem leckeren weißen Schokomousse als Nachspeise, reicht das insgesamt völlig aus, um rundum satt zu werden. Wenn Du nur den Hauptgang servierst, kannst du eigentlich die Klassiker als Beilage dazu machen, also z.B. Rotkraut und Kartoffelstamp oder Polenta, wie in diesem Rezept beschrieben. Auch halbrohe Kartoffelklöße würden sehr gut dazu passen. Du könntest darüber hinaus auch in meiner Rubrik “Weihnachten” Mal nachsehen, was ich in den vergangenen Jahren so als Vorspeise und Dessert gemacht habe – denn wie gesagt, in Kombination mit mehreren Gängen, sind die Wirsingrouladen ausreichend 🙂
      Hab’ ein wunderschönes Weihnachtsfest – viele liebe Grüße und schön, dass Du Dich hier so inspirieren lässt.
      Deine Lea

  8. Ein tolles Rezept liebe Lea. Das probiere ich auf jeden Fall einmla aus. Hab schon länger nach einer leckeren Füllung für Wirsingrouladen gesucht. Danke und schöne Weihnachten 🙂
    Herzliche Grüße Claudia

    1. Lea Author says:

      Hallo Claudia,
      das ist natürlich toll zu hören und freut mich sehr. Vielleicht hast Du gesehen, dass ich noch ein zweites Rezept für Wirsingrouladen auf meinem Blog habe? Diese sind mit Maronen gefüllt, was auch unglaublich lecker ist.
      Viel Spaß beim Ausprbieren und Frohe Weihnachten!
      Herzlichst Lea

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